Kolloidales Silber: Was es kann und welches das Beste ist

Bereits im Altertum kannten die Menschen die medizinische Behandlung mit Silber. Zum Beispiel legte man das Metall als dünnen Verband auf Wunden, um sie rascher heilen zu lassen. Kolloidales Silber ist im Prinzip nichts anderes: Dabei handelt es sich um feinste Silberpartikel, die einem anderen Stoff beigefügt werden. Weil sie sich darin nicht lösen, können sie im Körper oder auf der Haut wirken, ohne ihre Struktur zu ändern. Und die Wirkung kann äußerst vielseitig sein! Dies ist ein umfassender Überblick über eine Substanz, die zwischenzeitlich fast vergessen war und nun wieder in den Fokus rückt.

Was ist kolloidales Silber?

Kolloidales Silber kennt man auch als Silberwasser. Dabei ist dies nur eine mögliche Verarbeitungsform: Die sehr feinen Partikel werden nicht etwa pur verwendet, vielmehr fügt man sie stets einer anderen Substanz bei. Dabei kann es sich um Wasser handeln oder auch um eine Salbe, ein Spray oder eine Beschichtung für eine Wundauflage.

Dieses Nanosilber ist in der Substanz aber immer schwer löslich. Das macht eine seiner Besonderheiten aus: Mithilfe der Trägersubstanz wirkt somit kolloidales Silber genau an dem Ort, wo es gebraucht wird. Und zwar ohne seine Struktur zu verändern, wie das zum Beispiel beim Verändern chemischer Verbindungen der Fall wäre. Nur dann kann kolloidales Silber auch als solches wirken!

Die Maßeinheit von argentum colloidale, wie es lateinisch heißt, ist ppm. Das steht für „part per million“ und bedeutet „Teil einer Million“. Die Nanopartikel sind hierbei nicht größer als 100 nm. Ein einziges diese Nanopartikel kann bis zu einer Milliarde Silbermoleküle enthalten.

Daran wird schon kenntlich, wie klein diese Partikel sind – mit dem menschlichen Auge sind sie nicht zu erkennen, nicht einmal mit dem Lichtmikroskop.

Ppm: Maßeinheit verständlich erklärt

Part per Million: Fasslicher wird die Einheit in einem Vergleich. Damit verhält es sich ähnlich wie mit dem Wort Prozent (per cent = „von hundert“). Part per Million heißt Teil einer Million. 1 ppm wäre also ein Teil von einer Million. Kolloidales Silber gibt es in vielen verschiedenen Größenordnungen, gängig sind 10 bis 50 ppm. Es gibt jedoch auch Konzentrationen bis zu 250 ppm. Ein Beispiel für die Rechnung: 10 ppm bedeutet auf einen Liter Wasser = 10 mg Silber.

Dennoch kann die Wirkung bei kleinerer Gesamtmenge besser sein, als wenn man mehr davon nimmt. Wie bei vielen naturheilkundlichen Mitteln hilft viel hier eben nicht viel, sondern es muss eine bestimmte Dosis angewandt werden, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen.

Ein wenig Geschichte: Kolloidales Silber als Alternative zu Antibiotika

Seit Jahrtausenden nutzten die Menschen Silber als Essbesteck und Geschirr. Irgendwann fiel wohl auf, dass solche Menschen seltener krank wurden, denn schon bei Hippokrates galt Silber als Heilmittel. Damals war es noch ein Pulver, das unter anderem für Desinfektion genutzt wurde.

Lange vor Christus kannte man also die positive Wirkung von Silber. Als Konkurrent für Antibiotika allerdings sah man es erst im späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Mit der Entdeckung des damals revolutionären Penicillins vergaß die Schulmedizin zum größten Teil die wirkmächtige Substanz.

Erst jetzt, da die Nachteile von Antibiotika deutlich werden, bemühen sich Fachleute in aller Welt um eine Vereinigung beider zum Wohle aller Menschen. Leider ist kolloidales Silber nicht unumstritten, weil immer noch viele Mediziner es rundweg ablehnen. Zu Unrecht, wie die Studien weiter unten zeigen!

Denn auch kolloidales Silber folgt gewissen Standards. Um überhaupt hilfreich zu sein, muss es bestimmte Anforderungen erfüllen.

Standards bei Kolloidalem Silber

So sind die Nanopartikel sinnlos ohne das sogenannte Dispersionsmedium (bei Silberwasser ist es destilliertes Wasser). Weiterhin darf die Substanz selbst, also das Silber, nicht im Dispersionsmedium löslich sein. Ansonsten gingen die Elemente unerwünschte Verbindungen ein und würden ihre Wirkkraft verlieren. Sie müssen aber in der Lösung frei schweben. Drittens dürfen die verbundenen Stoffe nicht denselben Aggregatzustand aufweisen: Hier trifft fest = Silber auf flüssig = Wasser.

Silbersole oder Silberwasser – gibt es einen Unterschied?

Silbersole ist dasselbe wie Silberwasser. Es unterscheidet sich aber von anderen Silberverbindungen wie etwa den Silbersalzen. Der Unterschied liegt in der Löslichkeit: Während Silbersalze leicht löslich sind, lösen sich kolloidale Silberverbindungen nur schwer in anderen Substanzen.

Über die Funktion von kolloidalem Silber

Die feinen Silberpartikel sind in der Lage, in bestimmte Zellen einzudringen. Dort setzen sie ein Enzym außer Kraft, welches zum Beispiel bei Bakterien für deren Überleben notwendig ist. In der Folge stirbt das Bakterium ab. Diese Wirkung wird kolloidalem Silber bei vielen verschiedenen Bakterien und sogar Viren nachgesagt. Auch auf Pilze wirkt sich kolloidales Silber häufig zerstörerisch aus.

Zum Glück beschränkt sich diese Wirkung auf die schädlichen Zellen, etwa den Pilz beim Fußpilz, während es die Haut nicht angreift. Ebenso ist es bei der Wirkung im menschlichen Körper. Deshalb ist diese Substanz so faszinierend: Sie zerstört, was dem Menschen schadet, lässt aber die meisten Zellen des Menschen selbst unangetastet (1).

Es gibt also zwei verschiedene Anwendungsmöglichkeiten: innerlich wie auch äußerlich. Aufgrund der beschriebenen Wirkung wenden die Menschen kolloidales Silber bei einer Vielzahl von Krankheiten an.

Innere Anwendung:

+ Bakterielle Infektionen bekämpfen

+ Immunsystem stärken

+ Krebsforschung

Anwendung bei Infekten: Während lange Zeit kolloidales Silber in Vergessenheit geriet, weil Antibiotika auf dem Siegeszug waren, greifen in den letzten Jahren wieder vermehrt Menschen zu kolloidalem Silber. Der Grund liegt nicht nur darin, dass Antibiotika mittlerweile nicht mehr so einen guten Ruf haben. Vielmehr kann kolloidales Silber selbst wie ein Antibiotikum wirken. Dann kann es auch pharmazeutische Antibiotika in ihrer Wirkung unterstützen.

In Tierversuchen ließ sich das nachweisen: So gab es erste Erfolge in der Bekämpfung von Harnwegsinfektionen (2).

Das Metall erzielte sogar bei bestimmten Bakterienstämmen Erfolge, die gegen herkömmliche Antibiotika schon resistent sind. Dies betrifft unter anderem das Bakterium Burkholderia dolosa, welches hochgradig infektiöse Lungenkrankheiten hervorrufen kann (3).

Stärkung des Immunsystems: Aufgrund der antibakteriellen Wirkung lässt sich eine Stärkung des Immunsystems vermuten. Wer regelmäßig kolloidales Silber einnimmt, kann also damit rechnen, auf Dauer weniger krank zu werden. Bei vorhandener Schwäche des Immunsystems kann kolloidales Silber zudem helfen, das ganze System positiv zu beeinflussen (4, 5).

Krebsforschung: Es gibt Anzeichen dafür, dass kolloidales Silber bei bestimmten Krebsarten helfen könnte. Dann zerstört es die Krebszellen aufgrund der oben beschriebenen Wirkung. Allerdings braucht es hier noch viel Forschung, und die Erfolge scheinen auch von der Dosierung abzuhängen. Eine dieser Krebsarten ist Brustkrebs (6).

Äußere Anwendung:

+ verbesserte Wundheilung

+ Hautprobleme gemildert

+ gegen Herpes

+ gegen Fußpilz, Nagelpilz

Wundheilung beschleunigt: Weil das Silber Bakterien zerstört, lässt es sich auch gut zur schnelleren Wundheilung nutzen. Diese Wirkung kannten bereits die alten Römer. Sie nutzten das Silber als Wundverband, in welcher Form es bis heute Anwendung findet bei Schnitten, Verbrennungen und sonstigen Läsionen der Haut. Anstatt einer Wundauflage eignet sich allerdings auch eine andere Form der äußerlichen Anwendung: sogenannte Hydrogele schützen die Wunde und erlauben ihr, in Ruhe abzuheilen. Verbesserte Wundheilung wirkt sich aber auch auf Insektenbisse oder -stiche aus: Hier beruhigt kolloidales Silber und hilft der gereizten Haut bei der Heilung (7).

Auch bei anderen Hautproblemen, zum Beispiel Akne, kann kolloidales Silber helfen. Hier kommen die beiden Faktoren antibakterielle Wirkung und verbesserte Wundheilung zusammen: Bei regelmäßiger Anwendung beruhigt es die Haut und verhindert Neuinfektionen. Kolloidales Silber eignet sich weiter bei Neurodermitis oder auch bei Psoriasis. Typische Hautleiden wie Warzen ließen sich laut Erfahrungsberichten ebenfalls mit dem Stoff behandeln.

Herpes: Nachweislich hat kolloidales Silber eine antivirale Wirkung. Darum eignet es sich gut dafür, bei Herpes eingesetzt zu werden. Hier kann es die gefährlichen Herpesviren angreifen und im Idealfall zerstören. Dann verläuft die Erkrankung oft weniger schmerzhaft und in vielen Fällen auch rascher (1).

Fußpilz: Die antimikrobielle Wirkung erstreckt sich auch auf bestimmte Pilzarten. Damit zählt kolloidales Silber zu den erfolgreichen Mitteln bei hartnäckigem Fuß- oder Nagelpilz. Auch hier ist sehr wichtig, dass Silber die Haut nicht noch weiter angreift, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden (1, 4).

Hinweise zur Anwendung

Zur innerlichen Anwendung wird das Silber in Tropfenform verwendet oder in Form eines Sprays. Äußerlich haben sich Gels oder Salben bewährt, ebenso wie eine Wundauflage. Die Einnahme innerlich erfolgt als Mix aus oral und sublingual. Das heißt: Man belasse das kolloidale Silber für circa 30 Sekunden im Mund, bevor man es herunterschluckt. Dann kann schon ein großer Teil davon über die Mundschleimhäute aufgenommen werden. Das entlastet den Verdauungsapparat, welchen das Silber sonst erst noch passieren muss.

Wichtig: Danach nichts essen oder trinken! Trinken für die nächsten zehn Minuten unterlassen. Essen erst wieder eine Stunde nach der Einnahme. Am besten morgens nüchtern einnehmen!

Dauer der Anwendung

Hier kommt es stark auf den Zweck der Einnahme an: Eine Anwendung sollte mindestens für die Dauer des Problems erfolgen, maximal aber drei Monate. Sind die Beschwerden abgeklungen, setzt man das Silber normalerweise ab. Geht es aber darum, das Immunsystem noch weiter zu unterstützen, spricht nichts dagegen, das Silber ein paar Tage im Anschluss weiter zu nehmen.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Tropfen sollten mit einem Teelöffel eingenommen werden, der nicht aus Metall besteht. Holz, Plastik oder Keramik hingegen sind möglich. Metall würde mit dem Silber reagieren und dessen Wirksamkeit herabsetzen.

Kolloidales Silber als Creme oder Salbe

Häufig wird das kolloidale Silber einer herkömmlichen Creme oder Salbe zugesetzt. Die Anwendung ist denkbar einfach: zweimal täglich auftragen und sanft einmassieren. Bewährt hat sich morgens und abends. Eine mögliche Wirkung besteht in der Beruhigung der Haut, weil das Silber eindringt und von innen heraus wirkt. Unterstützend kann kolloidales Silber oral eingenommen werden. Hilfreich bei Schuppen, trockener Haut und weiteren Hautproblemen.

Kolloidales Silber als Spray

Diese Anwendung erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Dabei wird das Silberwasser in den Mund- und Rachenraum gesprüht. Das ist praktisch bei beginnender Erkältung: Noch während die ersten Anzeichen der Krankheit spürbar sind, sollte eine Behandlung beginnen. Die Anwendung und Dosierung ist hier besonders einfach – ein oder zwei Sprühstöße sorgen für die bestmögliche Verteilung der Substanz im Mundraum. Darüber hinaus kann es sogar bei Mundgeruch helfen.

Tipps für den Einkauf

Es gibt viele sehr gute Produkte mit kolloidalem Silber. Besonders Laien fällt daher die Auswahl schwer, vor allem angesichts der unterschiedlichen Konzentrationen. Klären wir darum zunächst, welche Arten von kolloidalem Silber überhaupt im Handel sind.

Kolloidales Silber kaufen: Wichtige Tipps und Hinweise

1.) Hochwertige Produkte bevorzugen!

Wer nur nach dem Preis geht, wird eine Enttäuschung erleben: Dann kann es dazu kommen, dass das Silber nicht wirkt wie gewünscht. Grund sind häufig Verunreinigungen oder auch Fehler bei der Herstellung.

2.) Frei von Verunreinigungen

Silberwasser sollte immer klar sein. Je klarer das Wasser, desto reiner ist auch die Substanz! Dabei spielt die Farbe keine Rolle, sie kann sogar ins Gelbliche hineinspielen. Verunreinigungen erkennt man daran, dass das Wasser trübe ist.

3.) Hersteller / Quelle

Leider stammen viele günstige Produkte aus dem Fernen Osten, was häufig Einschränkungen bei der Qualität mit sich bringt. Wer sicher gehen möchte, bevorzugt Produkte aus der EU oder den USA, weil sie dann unseren Herstellungsstandards entsprechen.

4.) Wie viel ppm brauche ich?

Dies ist individuell und bei Weitem nicht so wichtig wie die Reinheit des Wassers. Ein sehr gutes, also reines Silberwasser von 10 ppm kann seinen Zweck ebenso gut erfüllen wie ein höher konzentriertes. Bei der Anwendung passt man die Dosierung an.

5.) Welche Darreichungsform?

Es hängt vom Zweck ab, für welche Darreichungsform man sich entscheidet. Sehr beliebt sind neben dem klassischen Silberwasser zum Beispiel verschiedene Sprays. Doch kolloidales Silber gibt es in vielen Varianten und Produkten.

+ Silberwasser zur innerlichen Anwendung

+ Spray, Gel, Lotion zur äußerlichen Anwendung

+ Nasenspray

+ Mundspülung und Deo sorgt unangenehmem Geruch vor

Dieses kolloidale Silber ist das Beste

Zwar lässt sich mit jeder Konzentration ein individueller Erfolg erzielen: Es kommt dabei immer auf den richtigen Umgang mit der Substanz an. Besonders effektiv sind aber immer noch Konzentrationen zwischen 40 ppm und 50 ppm. Das liegt daran, dass sie sich gut dosieren lassen.

Einen Reinheitsgrad von 99,9 % sollte man voraussetzen, um das beste kolloidale Silber zu finden. Zudem kann das Dispersionsmedium über die Qualität entscheiden. Die Bezeichnung „frei von Allergenen“ weist ebenfalls auf bestes kolloidales Silber hin.

Weil die Produktion sehr aufwendig ist, ist dieses Silber allerdings nicht ganz billig. Heute wenden Hersteller häufig Nanodynamik an, wofür sie enorme Kapazitäten brauchen, um den Prozess vorschriftsmäßig ausführen zu können.

Was heißt Nanodynamik?

Hierbei fügt man dem Wasser winzige Hohlräume bei. Und das in Größenordnungen, die dem menschlichen Verstand kaum fassbar erscheinen. Dadurch vergrößert sich zum einen die Oberfläche des Wassers. Zum anderen verfügt das Wasser dadurch über starke mechanische Kräfte, etwa starken Zug. Dies bewirkt im menschlichen Körper mehr als unbehandeltes Wasser. Auch die Wirkung des Silbers verstärkt sich dadurch enorm.

Ist Ionisierung besser?

Vorsicht vor ionisiertem Silberwasser: Dabei werden die Ionen im Wasser gelöst. Wie wir oben gesehen haben, erfüllt dies nicht den Standard von kolloidalem Silber. Besser sind Produkte, die im Levitationsverfahren hergestellt sind, denn dabei lösen sich die Partikel nicht. Dieses Verfahren wird seit mehr als drei Jahrzehnten angewandt und erzielt gute Erfolge.

Kolloidales Silber: Wo kaufen?

Es gibt mehrere Bezugsquellen für kolloidales Silber. Häufig vertreiben es Apotheken, allerdings oft teurer als der Online Handel. Deshalb kaufen die meisten Verbraucher im Internet. Hier muss der Kunde zwar die Qualität selber prüfen. Dafür hat er eine riesige Auswahl, etwas, das die Apotheke vor Ort schon aufgrund von Platzproblemen nicht leisten kann.

Das dauert vielleicht etwas länger. Doch am Ende lohnt es sich: Übrig bleibt am Ende eine kleine Auswahl der hochwertigsten Produkte.

Wichtige Information: Weil es seit Jahren Unklarheiten zum rechtlichen Status von kolloidalem Silber gibt, führen viele Anbieter es als kosmetischen Artikel! Anbieter sind entweder extra Hersteller oder solche Anbieter, die noch weitere Gesundheitsartikel führen. Auch auf Amazon finden sich viele Anbieter.

Lässt sich kolloidales Silber zu Hause herstellen?

Im Prinzip schon, das ist aber sehr aufwendig. Meist hapert es an den notwendigen Geräten. Weil kolloidales Silber zudem nur bei hohem Reinheitsgrad wirken kann (mindestens 99,9%), lohnt der Kauf eher als die Eigenproduktion.

Welche Erfahrungen mit kolloidalem Silber gibt es?

In den letzten Jahren erfährt kolloidales Silber eine Art Renaissance: Erfahrungsberichte mehren sich, welche dem kolloidalen Silber eine gute Wirkung bescheinigen. Dabei gibt es einfach Beobachtungen von Anwendern ebenso wie aus der Alternativmedizin.

Der Arzt Henry Crooks beschäftigte sich auch mit kolloidalem Silber. Er berichtet 1921, es gäbe wohl keinen Mikroorganismus, welchen kolloidales Silber nicht töten könne.

Doch immer noch sind solche Stimmen selten. Hingegen finden sich im Internet ein riesiger Erfahrungsschatz, welcher von erfolgreichem Einsatz berichtet. Dabei ging es vor allem um die folgenden Leiden, welche mit dem Metall gemildert werden konnten.

+ Entzündungen der Haut

+ Entzündungen im Mund und an den Augen

+ Stärkung des Immunsystems: vorbeugend gegen Erkältungen

+ Hautverletzungen, Wundheilung

+ Anwendung beim Haustier: Hunde, Katzen, Pferde

Was muss bei der Lagerung beachtet werden?

Kolloidales Silber lässt sich nahezu unbegrenzt lagern. Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten kann es nicht schlecht werden: Es tötet ja alle Keime und Bakterien ab. Nur extrem lange Lagerung kann schaden, da sich die negative Ladung mit der Zeit verringert. Die meisten Menschen verbrauchen aber ihr kolloidales Silber vorher, denn es wird in besonders kleinen Fläschchen verkauft.

Wie dosiert man kolloidales Silber richtig?

Mit einem Teelöffel lässt sich kolloidales Silber sehr gut dosieren. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis: Kein Metall verwenden, sonst verringern sich die positiven Eigenschaften!

Bewährt hat sich eine Dosierung gemäß folgender Übersicht. Maßgeblich ist das Körpergewicht.

bis zu 12 kg: ein halber Teelöffel

12 – 35 kg: ein ganzer Teelöffel

35 – 50 kg: anderthalb Teelöffel

50 – 60 kg: zwei Teelöffel

60 – 70 kg: zwei und ein halber Teelöffel

70 – 80 kg: drei Teelöffel

80 – 100 kg: drei und ein halber Teelöffel

100 – 120 kg: vier Teelöffel

Dies sind nur Empfehlungen, was sich in der Praxis bewährt hat. Für eine individuelle Dosierung am besten einen Alternativmediziner hinzuziehen! Besondere Vorsicht gilt auch bei Kindern. Sie sollten wesentlich weniger einnehmen als ein Erwachsener.

Bei äußerlicher Anwendung haben sich folgende Regeln bewährt:

+ Pflaster, Verband – Anwendung über Nacht

+ Haut betupfen – mehrere Stunden einwirken lassen, am besten über Nacht.

+ Augentropfen – ein Tropfen alle zwei Stunden in das Auge tropfen.

+ Ohrentropfen – ein Tropfen ins Ohr träufeln, bei Bedarf

+ Sitzbad – einmal bis mehrmals am Tag

Kolloidales Silber: Nebenwirkungen

Sehr wichtig ist besonders bei der inneren Anwendung das Beachten der richtigen Dosis. Damit ist man stets auf der sicheren Seite: Nebenwirkungen sind so gut wie nicht bekannt. Allerdings kann es bei Überschreiten der Empfehlungen doch zu Nebenwirkungen kommen, wenn sie auch nicht toxisch sind.

Haut verfärbt sich (Argyrie)

Dies kann bei Anwendung hoher Dosen über einen längeren Zeitraum geschehen. Dann lagern sich Partikel in der Haut ein, was zu deren Verfärbung führt. Es zeigt sich vor allem im Gesicht, aber auch an den Gliedmaßen. Das ist einer der Gründe, weshalb von einer längerfristigen Einnahme abgeraten wird: Diese Verfärbung kann nicht wieder rückgängig gemacht werden! Ein präventiver Einsatz ist darum nicht empfehlenswert. Zudem gibt es keine Langzeitstudien zum Gebrauch.

Wann sollte man kolloidales Silber nicht einnehmen?

Menschen mit Nierenschäden sollten kein kolloidales Silber zu sich nehmen. Der Grund ist eine mögliche Ablagerung von dem Silber in diesem wichtigen Ausscheidungsorgan. Beweise dafür liegen allerdings nicht vor, da es keine Langzeitstudien zur Wirkung von kolloidalem Silber gibt.

Fazit Kolloidales Silber: Alternative zu Antibiotika

Kolloidales Silber ist ein alternatives Mittel zur Bekämpfung verschiedener Probleme. Die feinen Nanopartikel lassen Wunden rascher heilen und unterstützen das Immunsystem. Die Kenntnis dieser Fähigkeiten war nur scheinbar aus dem Gedächtnis der Menschen verschwunden. Mit Bekanntwerden der Nachteile von Antibiotika greifen wieder mehr Menschen zu kolloidalem Silber, zumal die Wirkung beider sich ähnelt und sogar ergänzt. Die Erfahrungsberichte sind sehr positiv: Sie lassen darauf schließen, dass in dieser Substanz ein großes Potenzial schlummert.

Quellen

1) Umfassender Überblick über den Forschungsstand zu Nanosilber: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5037809

2) gegen Blasenentzündung: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18295255

3) gegen Burkholderia dolosa: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2443992/

4) bekämpft Bakterien, wirkt antimikrobiell: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6503114/

5) antientzündlich: https://www.uptodate.com/contents/topical-agents-and-dressings-for-local-burn-wound-care/abstract/26

6) hemmt Brustkrebs: https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/kolloidales-silber-hemmt-den-wachstum-von-brustkrebs-13372432

7) Wundheilung: https://www.uptodate.com/contents/topical-agents-and-dressings-for-local-burn-wound-care#H2057033169