Gerstengras bei Krankheit und Nährstoffmangel

Gerstengras essen für schönere Haut? Das klingt zunächst nur nach einem weiteren Wellness-Trend. Doch die zarten Blattspitzen der Gerste können bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen helfen. Vor allem deshalb, weil sie eine außergewöhnliche Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren wichtigen Nährstoffen enthalten. Dadurch reguliert Gerstengras Mangel- ebenso wie Fehlernährung und hilft so, schweren Folgeerkrankungen vorzubeugen. Ein echtes Superfood also! Noch dazu eines, das bei uns heimisch ist und nicht erst um den halben Erdball transportiert werden muss. In diesem Artikel geht es um die zahlreichen Vorteile der regelmäßigen Anwendung von Gerstengras.

Was ist Gerstengras?

Gerste als Getreide kennt wohl jeder. Die Pflanze mit dem lateinischen Namen Hordeum vulgare zählt zur Familie der Süßgräser und wurde bereits vor 10000 Jahren kultiviert. Sie wächst im Vorderen Orient, wo sie auch herkommt, ebenso wie am Nil oder bei uns in Europa. Damit ist Gerste eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Nutzpflanzen überhaupt. Das hat seinen Grund: Speziell dieses Getreide liefert viele wertvolle Inhaltsstoffe. Noch mehr findet sich darin, während die Gerste wächst.

Als Gerstengras bezeichnet man die keimenden Spitzen der noch jungen Gerstenpflanze. Sie werden in einer Höhe von circa 15 – 17 cm gekappt, getrocknet und zu Pulver verarbeitet. „Gras“ heißt es übrigens auch aufgrund seines Aussehens, weil es dem sattgrünen Gras auf der Wiese ähnelt.

Diese zarten Spitzen enthalten ein solches Maß an gesunden Nährstoffen, dass sie auch dem Menschen nützen können. Das entdeckte als Erster der Japaner Dr. Yoshihide Hagiwara. Der gelernte Apotheker konnte mit Experimenten zu Gerstengras zeigen, dass diese erstaunliche Pflanze von vielen untersuchten Pflanzen den höchsten Anteil an Vitalstoffen enthält (1). Seine Technik: Das Gerstengras trocknen und ein Pulver daraus herstellen, mit dem sich Gerstengrassaft anrühren lässt. Der wiederum lässt sich leicht in den Tagesablauf integrieren, liefert viel Energie und versorgt unseren Körper mit lebenswichtigen Inhaltsstoffen.

So kann das Pulver genutzt werden:

Kombiniert mit Banane, Kiwi oder Möhre wird aus dem Pulver rasch ein leckerer Smoothie. Doch es gibt noch mehr Einsatzmöglichkeiten. Kenner schätzen den Geschmack nach frischem Heu pur in Wasser gelöst. Wer das nicht mag, kann Gerstengraspulver überall hineinrühren, wo es anschließend nicht erhitzt wird:

Smoothie mit viel Obst

pur mit etwas Wasser

Saft

Nussmilch

Sojamilch

Joghurt

Müsli

kalte Suppen wie etwa Gazpacho

Inhaltsstoffe von Gerstengras

Gerstengras wurde zunächst zur Fütterung von Tieren eingesetzt. Dass es auch dem Menschen nützen kann, entdeckte man erst, als man die Inhaltsstoffe genauer untersuchte. Heute wissen wir, dass Gerstengras ein echtes Superfood ist: Neben den lebenswichtigen Vitaminen A, C und B enthält es auch zahlreiche Bitterstoffe, Mineralstoffe wie etwa Calcium oder auch Spurenelemente.

Das enthält Gerstengras (Auswahl):

Vitamine: A, B, C

Mineralstoffe: Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium

Spurenelemente: Zink, Fluor, Jod

Proteine

Bitterstoffe

sekundäre Pflanzenstoffe / Enzyme

Warum ist Gerstengras heute so wichtig?

Obwohl die Pflanze als Kulturpflanze schon lange genutzt wird, rückte Gerstengras erst seit den Sechzigern des letzten Jahrhunderts in den Fokus der Wissenschaft. Denn obwohl wir seit Tausenden Jahren Gerste konsumieren, an Tiere verfüttern und sie zum Bierbrauen einsetzen, haben wir erst seit wenigen Jahrzehnten mit unserer eigenen Ernährung ein Problem.

Nährstoffmangel trotz Überangebot

Zwar haben wir im westlichen Kulturkreis im Normalfall genug zu essen. Das heißt jedoch nicht, dass wir immer auch genügend lebensnotwendige Nährstoffe zu uns nehmen. Dazu müssen wir noch nicht einmal den ganzen Tag Pizza und Chips essen. Auch wenn wir uns ausgewogen ernähren, passiert es leicht, dass uns wichtige Nährstoffe fehlen.

Grund ist die immer schlechtere Qualität dessen, was auf unseren Teller kommt. Ausgelaugte Böden, Kunstdünger, hochgezüchtetes Gemüse und zahlreiche weitere Faktoren sorgen für einen erschreckenden Trend: Seit Jahrzehnten nehmen die Nährstoffe in unseren Lebensmitteln kontinuierlich ab. Nachweislich befindet sich etwa in Äpfeln nur noch 20 % Vitamin C im Vergleich mit dem, was früher einmal darin enthalten war (2).

Die Folgen des Nährstoffmangels und wie Gerstengras helfen kann

Infolgedessen kommt es immer häufiger zu Nährstoffmangel trotz abwechslungsreicher Ernährung. Das summiert sich im Lauf des Lebens und kann zu verschiedenen Mangelerkrankungen führen. Zum Glück können wir aber gegensteuern. Und hier kommt Gerstengras ins Spiel.

Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat so viel Inhaltsstoffe wie Gerstengras. Seine Inhaltsstoffe sind also nicht nur hoch konzentriert, sie sind auch außerordentlich vielfältig. Das hat einen großen Vorteil: Gerstengras lässt sich vorbeugend nutzen. Aber auch solche Menschen können mit Gerstengras arbeiten, die schon einen Mangel vom Arzt diagnostiziert bekamen.

Weil es als Saft so einfach konsumierbar ist, bietet es sich förmlich an, um in Form einer Kur vorhandene Nährstoffmängel auszugleichen. Voraussetzung ist allerdings eine Einnahme über länger Zeit: Bereits Dr. Hagiwara empfahl die vorbeugende Einnahme für mindestens zwei Monate.

Wirkung von Gerstengras

Gerstengras zählt zu den basischen Lebensmitteln und kann darum in den Säuren-Basen-Haushalt des Körpers eingreifen. Wie kaum ein anderes Lebensmittel entsäuert es und hilft damit, zahlreichen Zivilisationserkrankungen vorzubeugen. Hinzu kommt eine sehr gute Bioverfügbarkeit. Die sorgt dafür, dass der Körper die wichtigen Inhaltsstoffe besonders schnell nutzen kann.

Die weiteren Vorteile bei der Wirkung von Gerstengras werden deutlich, wenn wir uns die Inhaltsstoffe einmal näher ansehen.

1. Gerstengras ist vitaminreich

+ Gerstengras enthält bis zu siebenmal mehr Vitamin C als die gleiche Menge Orangen.

+ Vitamin B1, B2, B3, B6 und B12 sind die wertvollsten Vitamine aus dem B-Komplex. Sie finden sich im Gerstengras in großer Menge.

Diese Vitamine sind es vor allem, welche Gerstengras so gesund machen, auch für den Menschen. Beispiel Vitamin C: Es ist unerlässlich für einen gesunden Stoffwechsel. Auf die Knochengesundheit wirkt es ebenso ein wie auf die der Zähne. Zudem braucht es genug Vitamin C für das Bindegewebe. Und Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans, denn es vernichtet freie Radikale und schützt so die Zellen vor negativen Einflüssen. Zudem steigert es die Aufnahme von Eisen, wenn wir Eisen aus pflanzlicher Quelle zu uns nehmen (3). Was passieren kann, wenn es dem Körper an Vitamin C mangelt, hat wohl jeder schon einmal erlebt: Müdigkeit, vermehrt Anfälligkeit für Krankheiten und verstärkte Zellalterung, deutlich an unschönen Falten.

Daraus ergibt sich folgender möglicher Nutzen einer regelmäßigen Anwendung:

+ Hautbild verbessern

+ Faltenbildung verringern

+ Immunsystem stärken

+ Zellerneuerung unterstützen

Aber auch die B-Vitamine sind wichtig für die Gesundheit. Sie lenken den Energiestoffwechsel und sorgen damit nicht nur für den Erhalt bestimmter Körperfunktionen. Darüber hinaus machen sie auch wacher und verhindern, dass uns die Energiereserven ausgehen. Weiterhin profitieren Haut und Haare von einer ausreichenden Versorgung mit B-Vitaminen.

Damit kann Gerstensaft:

+ für schönes Haar sorgen

+ mehr Energie geben

+ Müdigkeit verringern

Gerstengras enthält viele wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente

Nicht nur die Vitamine in unseren Lebensmitteln nehmen immer mehr ab, dies betrifft auch Mineralstoffe. In der Folge kommt es zu Mangelerscheinungen. Am bekanntesten sind Blutarmut (Eisenmangel) und schlechte Knochengesundheit (Calciummangel). Aber auch andere Körperfunktionen wie etwa Muskelaufbau oder Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes hängen stark davon ab, ob wir die lebensnotwendigen Mineralien in ausreichender Menge zu uns nehmen. Die Mineralstoffe in der Gerste sind unter anderem für folgende wichtige Funktionen verantwortlich:

+ schönere feste Zähne

+ Knochengesundheit

+ funktionierende Gelenke

+ Stoffwechselprobleme mindern

Mineralstoffe, die unser Körper nur in sehr kleinen Mengen braucht, nennen wir Spurenelemente. Sie sind wichtig für eine gesunde Blutbildung, aber auch für den Energiestoffwechsel. Die Schilddrüse etwa braucht die richtige Menge Jod, während Fluor für gesunde Zähne sorgt.

Gerstengas enthält Chlorophyll

Dieser lange unterschätzte Stoff ist nicht nur für Pflanzen wichtig. Auch Menschen hilft er dabei, zu entgiften. Außerdem kann Chlorophyll die Beschaffenheit des menschlichen Blutes positiv beeinflussen und die Wundheilung beschleunigen. Zudem lässt sich unsere Verdauung damit regulieren.

+ bessere Wundheilung

+ Verdauung steuern

+ Entgiften

4 Mehr als 80 Enzyme für reibungsloses Funktionieren körpereigener Prozesse

Gerstengrassaft enthält mehr als achtzig Enzyme. Sie sind wichtig, damit körpereigene Prozesse reibungslos funktionieren. So enthält Gerstengras zum Beispiel Verdauungsenzyme, ohne die unsere Verdauung nicht oder nur eingeschränkt ablaufen könnte. Weitere wichtige Enzyme im Gerstengras sind zum Beispiel Katalase oder auch Peroxidase. Katalase wird derzeit in der Krebsforschung untersucht, Peroxidase spielt eine Rolle bei der Produktion des Schilddrüsenhormons Thyroxin.

Bei welchen Problemen kann Gerstengras helfen?

Aus dem Gesagten ergibt sich eine große Vielzahl möglicher Wirkungen. Das ist der Grund, weshalb Gerstengras häufig als Superfood bezeichnet wird: Kaum eine andere Pflanze kann dem Menschen so viel Gutes tun.

Zwar wird Gerstengras oft vorbeugend genutzt. Doch auch bei bereits bestehenden Leiden lässt sich die Pflanze einsetzen, weil sie auf natürliche Art Stoffwechselvorgänge regulieren kann.

Häufige Einsatzgebiete für Gerstengras:

– Stoffwechselerkrankungen lindern

– Stärkung des Immunsystems

– bessere Haut / Haare

– gesund abnehmen

Stoffwechselerkrankungen lindern

Beispiel Cholesterin: eine echte Zivilisationskrankheit, an der ungefähr jeder zweite Europäer leidet. Häufigster Grund ist eine falsche Ernährung bei zu wenig Bewegung. Auch zu wenig Vitamin C kann dazu beitragen. Selbst die Neueinteilung in „gutes“ und „schlechtes“ Cholesterin (HDL und LDL) ändert daran wenig: Wir müssen vorsorgen. Das geht sehr gut mit Gerstengras, wenn man es klug anwendet.

Denn Gerstengraspulver kann laut einer Studie aus Taiwan die LDL-Konzentration ebenso verbessern wie die Zahl der freien Radikale verringern. Darum könnte Gerstengras in der menschlichen Ernährung bald eine große Rolle spielen: Weil es die Blutfettwerte positiv beeinflusst und damit Arterienverkalkung vorbeugt, sorgt es auch für ein geringeres Risiko an Folgeerkrankungen im Herz-Kreislaufsystem (4).

Immunsystem stärken

Ein zusammenfassender Überblick über die Studienlage zeigt die vielseitige Anwendbarkeit von Gerstengras (5). Die Autoren empfahlen es im Jahr 2018 ausdrücklich zur Therapie bei zahlreichen chronischen Krankheiten. Damit gelingt Gerstengras die Verbindung zwischen zwei wichtigen Funktionen pflanzlicher Nahrungsergänzungen: Es kann sowohl Vorbeugen als auch Lindern. Wer sein Immunsystem gezielt stärkt, verhindert zahlreiche Erkrankungen und steigert dadurch seine Leistungsfähigkeit.

Schönere Haare und Haut

Für glänzende, elastische Haare ist nicht nur das richtige Shampoo wichtig. Viel wichtiger ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung, reich an B-Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Sie versorgen die Haare schon an der Wurzel mit allem, was sie brauchen. Essen wir hingegen unausgewogen, merken wir das bald an schuppigem, glanzlosem Haar. In manchen Fällen kann dies sogar zu Haarausfall führen.

Gerstengras soll das verhindern, indem es der Haarwurzel die notwendigen Nährstoffe zuführt. Die Übersäuerung, an der viele Menschen aufgrund falscher Ernährung leiden, wird ausgeglichen und die Haare können gesunden.

Bei der Haut ist es ähnlich: Auch hier führt Mangelernährung zu schlechtem Hautbild. Im Umkehrschluss lässt sich durch Nahrungsergänzungen viel ausrichten, wenn sie klug eingesetzt werden und wenn man es damit nicht übertreibt. Besonders die vielen Vitamine im Gerstengras tun der Haut gut. Auch zahlreiche Antioxidantien wirken der Hautalterung entgegen. Zudem lässt sich die Spannkraft im Bindegewebe lässt sich mit Gerstengras deutlich verbessern.

Ein weiterer Vorteil von Gerstengras besteht darin, dass es innerlich eingenommen wird. So stärkt es auf sanfte Art die natürliche Hauterneuerung. Hingegen sind viele Hautpflegeprodukte eher an Problemen schuld, anstatt sie zu beseitigen. Grund sind Zusatzstoffe in Hautcremes und Co., welche die Hautfunktionen auf Dauer schwächen. Manche Anwender berichten sogar davon, dass bei ihnen Gerstengras gegen Akne half.

Gesund abnehmen

Viele Menschen in Deutschland sind zu dick, ein Viertel aller Erwachsenen sind sogar fettleibig. Auch hier sind mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung die Hauptursachen. Damit gehen nicht nur Beeinträchtigungen der Beweglichkeit einher, sondern Folgeerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. All dies stellt unser Gesundheitssystem auf eine harte Belastungsprobe.

Aber nicht immer hilft es, die Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen. Manchmal liegt eine Störung vor, die sich zur ernsten Grunderkrankung ausweiten kann. Wenn etwa der Stoffwechsel bereits gestört ist, müssen Abnehmwillige mehr tun: Sie brauchen Unterstützung bei ihren Diäten, die sonst nicht wie gewünscht funktionieren.

Gerstengras gibt eine solche Unterstützung, denn es reguliert den Säure-Basen-Haushalt. Zudem sorgt es dafür, dass mehr Fett verbrannt wird, indem es den Fettstoffwechsel beschleunigt. Aber Gerstengras kann noch mehr: Es hemmt den Appetit und verhindert so, dass man bei einer Heißhunger-Attacke alle vorangegangenen Bemühungen zunichte macht.

In welcher Form sollte Gerstengras eingenommen werden?

Erhältlich ist Gerstengras in vielen Ausführungen. Kapseln gibt es ebenso wie Tabletten oder auch Pulver. Theoretisch könnte man Gerstengras auch pur essen: Weil dies aber nicht besonders schmecken würde, nutzen die meisten Verbraucher Pulver.

Dabei handelt es sich um die getrocknete Variante von Gerstengras. In der Wirkung unterscheidet sich das grüne Pulver in nichts von frischem Gerstengras. Gerstengrassaft kann als Basis für Smoothies dienen, macht sich aber auch gut im Morgenmüsli oder anderen kalten Speisen.

Gerstengras: Einnahme und Dosierung

Einnahmemenge: zwischen 10 und 30 g / Tag.

Das sind maximal 8 – 9 gehäufte Teelöffel (ein Teelöffel entspricht ungefähr 3,5 g).

Die Einnahme am besten auf den ganzen Tag verteilen!

Die Einnahme auf nüchternen Magen hat sich bewährt. Ist das nicht möglich, sollten zwei Stunden zwischen einer Mahlzeit und der Einnahme liegen.

Wichtig: Den Gerstengrassaft nie stehen lassen, sondern zügig trinken! Je länger er steht, desto mehr zersetzen sich die wertvollen Inhaltstoffe.

Kapseln ebenso wie Tabletten nehmen Verbraucher am besten nach Herstellerempfehlung ein. Die meisten Hersteller empfehlen drei bis fünf Tabletten oder Kapseln, die zwischen zwei und dreimal täglich eingenommen werden.

Gibt es bei Gerstengras Nebenwirkungen?

Wichtig ist hier wie bei allen ballaststoffreichen Nahrungsergänzungen: Wer es anwendet, sollte viel Wasser dazu trinken. Andernfalls kann es zu gewissen Verdauungsschwierigkeiten kommen. Davon abgesehen ist Gerste aber nebenwirkungsarm. Jedenfalls im Normalfall: Anders als schulmedizinische Produkte wirken naturheilkundliche Mittel häufig individuell.

Das heißt: Wer an Beschwerden leidet, die er mit Gerstengras gezielt regulieren möchte, sollte sich einem Heilpraktiker oder einem Arzt anvertrauen!

Wie bei jedem Lebensmittel können auch hier allergische Reaktionen auftreten. Selten kommt es zur Reaktion auf Gerste: Sie äußert sich in Jucken oder Brennen nach dem Genuss des Getränks. Bei Schwellungen im Mund unverzüglich einen Arzt kontaktieren!

Eine mögliche Überdosierung ist nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass sie zu Durchfall führt.

Gerstengras Ratgeber: Worauf achten beim Gerstengras Kauf?

Gerstengras ist ein Naturprodukt. Daher sollte auch hier auf möglichst gute Herstellungsbedingungen geachtet werden, will man Gerstengras kaufen. Bio ist natürlich erste Wahl! Aber auch das Herkunftsland sollte nicht egal sein, weil das Pulver inzwischen in vielen Ländern hergestellt wird. Wer lange Transportwege vermeiden möchte, bevorzugt deutsche Herstellung. Weitere Herstellerländer sind die USA, China, Neuseeland und Südkorea.

Nicht immer entsprechen dabei die Bedingungen den Standards, die wir Europäer gewohnt sind. Darum ist ein weiterer richtiger Punkt die Kennezichnung mit einem Biosiegel. Nur dies kann garantieren, dass das Pulver nicht irgendwelche unerwünschten Zusätze enthält. Schließlich ist Gerstengras Rohkost und wird dem Körper über einen längeren Zeitraum verabreicht!

Auch hier gelten also die üblichen Hinweise, welche stets Maßstab für gute Qualität sind:

+ Zusätze vermeiden: Bio bevorzugen

+ Schonende Verarbeitung: Rohkostprodukt!

+ Heimische (EU-)Produkte bevorzugen

+ Das Herstellungsdatum verrät, wie frisch das Erzeugnis noch ist.

Gängige Kaufmengen sind etwa 500 Gramm, erhältlich ist das Pulver in beschichteter Spezialverpackung.

Wo kann man Gerstengras kaufen:

Bioläden führen Gerstengraspulver ebenso wie Reformhäuser. Im Supermarkt findet es sich seltener, lässt sich aber auch finden. Rewe und Real hatten es zumindest temporär im Sortiment.

Was muss ich zur Konsistenz wissen:

Es gibt eine bestimmte Konsistenz, die macht Gerstengras für den Menschen besonders gut verträglich. Zu grob sollte es nicht sein, sonst kann der Körper es nicht optimal aufnehmen. Zu fein ist aber auch nicht gut! Vielmehr kann es zu fein gemahlenem Pulver an Inhaltsstoffen mangeln. Dann ist Folgendes passiert: Weil es zu lange gemahlen wurde, entstand zu große Hitze, welche einen Teil der wertvollen Inhaltsstoffe zerstörte.

Manche Hersteller bieten deshalb Gerstengras in Probepackungen an. Dabei kann sich der Kunde am besten von Konsistenz und Qualität überzeugen. Keine Sorge, wenn da noch die Erfahrung fehlt: Sie wird sich mit der Nutzung rasch einstellen!

Wie sind bisher die Erfahrungen mit Gerstengras?

Gerstengras half bisherigen Anwendern bei einer breiten Palette von Beschwerden. Zahlreiche Konsumenten berichten davon, dass sich die regelmäßige Einnahme deutlich auf ihr Leben ausgewirkt habe: Die Rede ist von mehr Energie allgemein, aber auch davon, dass sie sich besser konzentrieren konnten. Im Ergebnis fühlten sie sich leistungsfähiger als vorher.

Andere Verbraucher beobachteten, dass sie seltener krank waren. Wieder andere konnten besser schlafen und waren morgens ausgeruhter. Wer Gerstengras aus Schönheitsgründen einnahm, bemerkte eine bessere Haarstruktur und positive Auswirkungen auf die Haut.

Voraussetzung für diese positive Wirkung scheint aber immer die Anwendung über längere Zeit zu sein.

Quellen

1) https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/201605/gerstengrassaft-verjuengungselixier-powerdrink

2) https://books.google.de/books?id=reJeAwAAQBAJ&pg=PA53&lpg=PA53&dq=Dr.+Heinz+Liesen,+Pr%C3%A4ventiv-und+Sportmediziner&source=bl&ots=sK1HZIsiYz&sig=ACfU3U3Okt6FfUVXlCsmQrLAK9OFDiYQAw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjbm8vpz8voAhURu3EKHSFAAsQQ6AEwBnoECAkQMA#v=onepage&q=Dr.%20Heinz%20Liesen%2C%20Pr%C3%A4ventiv-und%20Sportmediziner&f=false

3) https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vitamin-c/

4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27273067

5) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29849880